QR-Code für www.manuel-stein.de

Psychotherapeutische Gemeinschaftspraxis für Greven und das Münsterland

Psychologische Psychotherapeut*innen

Wolfgang Elger, Manuel Stein & Nora van Maklenburg

News

Urlaub zu Ostern 2022

Liebe Patient*innen und Interessent*innen,

Herr Stein befindet sich vom 11. bis zum 19. April 2022 im Urlaub. Ihre Anfragen können somit frühestens ab dem 20. April wieder von ihm beantwortet werden.

In dringenden Notfällen, wenden Sie sich bitte an die jeweiligen in Ihrem Wohnbereich zuständigen Krisendienste. In den zuständigen psychiatrischen Kliniken (z.B. LWL-Klinik Münster, LWL-Klinik Lengerich) gibt es rund um die Uhr diensthabende Ärzt*innen, die im Falle einer Krise erreichbar sind. In vielen Bezirken gibt es zudem einen sozial-psychiatrischen Krisendienst. Sollten Sie die entsprechenden Nummern nicht wissen oder trotz allem niemanden erreichen, rufen Sie in Notsituationen auf jeden Fall den Notruf unter der 112 an. Dies gilt auch, wenn Sie in Ihrem Wohnbereich keinen Notdienst haben sollten oder Ihnen die Zeit fehlt, die Telefonnummer herauszufinden.

Mit herzlichen Grüßen,

Manuel Stein

ZDF Magazin Royale berichtet über Mangelversorgung

Keine Woche nachdem wir hier unseren eigenen Kommentar zum gravierenden Mangel an Psychotherapie-Behandlungsplätzen veröffentlicht haben, berichtet nun am 04. Februar 2022 die Late-Night-Show ZDF Magazin Royale über genau dieses Thema.

Dieser ab Minute 9:20 beginnende Beitrag stellt vermutlich die bisher größte Aufmerksamkeit für das Thema seit der Einführung des Psychotherapeutengesetzes 1998 dar. Wir betrachten den Vortrag in diesem prominenten Format als Bestätigung unserer Position und freuen uns, dass diese nun mit einem einfach Link auf das Video verbreitet werden kann.

Mit herzlichen Grüßen, Ihr Praxisteam

Therapieplatzmangel verstärkt sich wie erwartet unter Pandemie

Liebe Interessent*innen,

Sie werden bei Ihren Bemühungen um einen Therapieplatz die unerfreuliche Erfahrung gemacht haben, wie schwer es ist, auch nur an ein zeitnahes Erstgespräch bei ambulanten Psychotherapeut*innen zu kommen. Auch in unserer Gemeinschaftspraxis müssen wir fortlaufend Hilfesuchenden die bitteren Zustände unter der chronischen und pandemisch verstärkten Unterversorgung im Bereich der Psychotherapie an Telefon, in E-Mails oder persönlichem Kontakt vermitteln.

Viele Menschen, die bisher keinen Kontakt zu ambulanter Psychotherapie hatten, zeigen sich verständlicherweise überrascht, dass ihnen keine zeitnahe fachliche Versorgung zur Verfügung gestellt wird, dass psychisch erkrankte Menschen vom bundesdeutschen Gesundheitssystem vor solch hohe Hürden gestellt werden. Es sei hier nochmals dargestellt, dass dies bereits lange vor Pandemiebeginn der Fall gewesen ist und viele unserer Patient*innen über 6 Monate auf ihre Therapieplätze gewartet haben.

Die Covid19-Pandemie bzw. deren politisches Management haben diese Zustände aber selbstverständlich erheblich verstärkt. Die kollektiven Einschränkungen und individuellen wirtschaftlichen und sozialen Verluste haben bereits bestehende psychische Belastungen intensiviert. Manche Erkrankung ist so wieder aufgebrochen, andere Menschen haben erst aus den Folgen der pandemischen Lage eine psychische Überforderung bzw. Erkrankung entwickelt. Diese Entwicklung war von Fachleuten bereits im ersten Pandemiejahr vorher gesagt worden, jedoch waren diese noch von einem Ende der Pandemie in der ersten Hälfte 2021 ausgegangen.

Update: Eine in The Lancet veröffentlichte Studie berichtet global erhebliche Zunahme der Prävalenzen (bis zu 38%) depressiver und angstbezogener Störungen seit Beginn der Pandemie.

Ein Ende der Pandemie, wann immer dieses eintreten mag, wird nicht das Ende ihrer Folgen sein. Die psychischen Konsequenzen inklusive entsprechender therapiebedürftiger Erkrankungen werden noch über Jahre hinaus wachsen, bevor mit einer Normalisierung auf vorpandemisches Niveau zu hoffen ist. Daher muss das Therapieangebot dringlich dem objektiv gewachsenen Bedarf angepasst werden!

Mit der gesundheitspolitischen Flickschusterei, die bereits in der Vergangenheit nur temporäre kosmetische Effekte auf die psychotherapeutische Versorgungslage hatte, muss Schluss sein. Die Versicherten haben ein Anrecht auf zeitnahe Versorgung, das ihnen bereits jetzt versagt bleibt. Wann immer Fachmenschen diese Forderung erhoben, verwiesen die Verantwortlichen in der Vergangenheit auf das stationäre Versorgungssystem, das über die Wartezeit in Krise Geratene notfalls auffange. Abgesehen davon, dass es zynisch ist, Menschen so lange nicht ambulant zu behandlen, bis sie so in Not sind, dass sie eine stationäre Akutaufnahme in Anspruch nehmen müssen. Auch die stationären Angebote sind seit Monaten in Folge der pandemiebedingten Belegeinschränkungen überfüllt, überfordert und können weder die gleiche Zahl an Patient*innen behandeln, noch ist es realistisch, dass sie über die nächsten Jahre in der Lage sein werden, einen relevanten Anteil der ambulant Unversorgten aufzufangen. Von den noch prekäreren Zuständen in der Kinder-und-Jugend-Psychotherapie/Psychiatrie gar nicht erst zu beginnen ...

Die Zeit der Ankündigungen ist lange vorbei. Die Pandemiebekämpfung endet nicht bei Masken-Deals, Teststrategie und CoronaSchutzVerordnungen. Während die Kolleg*innen anderer Fachrichtungen noch in den Krankenhäusern, Pflegezentren und Praxen mit aller Kraft um die akute körperliche Gesundheit der Menschen ringen, hat parallel der Kampf gegen die psychischen Langzeitfolgen längst begonnen.

Was können Sie tun?

Diese Frage möchten wir zweigeteilt beantworten:

Politisch:

  • Sie können Ihren Bedarf bei der Terminservicestelle der KVWL anmelden und damit den gestiegenen Bedarf politisch sichtbar machen. Die Berichte der Therapeut*innen über gestiegene Nachfrage wurden in der Vergangenheit selten ernst genommen. Ein Anstieg der Nachfragen bei der TSS wird erfasst und ist in der poltischen Auseinandersetzung um die psychotherapeutische Versorgung vorweisbar.
  • Außerdem können Sie - wenn Sie sich dazu in der Lage fühlen - Ihren Bundestagsabgeordneten gleich welcher Partei via Brief oder E-Mail von Ihrer Not, einen zeitnahen Behandlungsplatz zu finden, berichten. Das mag seltsam klingen, aber tatsächlich hat sich in anderen Themenbereichen gezeigt, dass persönliche Kontakte zu den Delegierten und ihren Teams durch ihre Wähler*innen deutlich Einfluss auf deren Entscheidungen haben. Am wirksamsten dabei sind tatsächlich höfliche Telefonate.
  • Wenn Sie sich dazu selbst aus verständlichen Gründen nicht in der Lage fühlen, können vielleicht auch Freund*innen oder Angehörige das für Sie übernehmen.
  • Achten Sie bei allen Kontaktaufnahmen darauf, Ihre Privatsphäre zu schützen. Überlegen Sie sich vorher, wieviel Details Sie tatsächlich über sich preisgeben möchten.

Praktisch:

  • Grundlegende Informationen entnehmen Sie bitte der Broschüre Wege zur Psychotherapie der Psychotherapeutenkammer NRW.
  • Wenn Sie ländlich wohnen, beschränken Sie Ihre Therapieplatzsuche nicht ausschließlich auf Ihre nahe Umgebung. Das Verteilungsdichte der psychotherapeutischen Praxen auf dem Land ist geringer als in einer großen Stadt. Prüfen Sie, ob Sie in der Lage wären, mindestens 14tägig zu Terminen in die nächstgrößere Stadt zu fahren und beziehen Sie sie in ihre Suche mit ein.
  • Für Münster und das Münsterland beherbergt der PTN Münster eine Therapeut*innen-Liste. Außerdem finden Sie auf der Webseite Kontaktdaten und Sprechzeiten der dortigen Therapieplatzvermittlung.
  • In einigen Universitätsstädten gibt es Ausbildungszentren für Psychotherapeut*innen. Diese betreiben mitunter sog. Ausbildungsambulanzen, in denen Psycholog*innen zu Psychotherapeut*innen weitergebildet werden. Auch diese sind selbstverständlich hoch ausgelastet. Da dort aber viele Kolleg*innen gleichzeitig tätig sind, findet mehr Patient*innen-Fluktuation statt, sodass Sie eine statistisch höhere Chance haben, mal irgendwo dazwischen zu rutschen, als in einer ambulanten Einzelpraxis.
  • Kann Ihnen Ihre Krankenkasse nicht in zumutbarem Zeitraum (ca. 3 Monate) einen Behandlungsplatz anbieten, können Sie grundsätzlich auf die Möglichkeit des Kostenerstattungsverfahrens bestehen. Hier können Sie sich an approbierte Psychotherapeut*innen ohne Kassensitz wenden, die dann nach Bewilligung durch Ihre Krankenkasse die Psychotherapie durchführen dürfen. Dafür müssen Sie allerdings im Vorfeld einige Bedingungen erfüllen, die Sie bitte der Broschüre von Kassenwatch entnehmen.

Wir hoffen, Ihnen mit dieser Zusammenfassung der Situation etwas weitergeholfen zu haben und wünschen Ihnen trotz der beschriebenen und von Ihnen vermutlich bereits erfahrenen Hürden ein Gelingen Ihrer Therapieplatzsuche.

Das Praxisteam

Technischer Umbau der Webseite

Unsere Webseite erscheint zwar in gewohntem Gewand wurde aber technisch erneuert. Sie sollten als regelmäßige Besucher*in kaum etwas von diesem Wechsel bemerken:

  • Unsere News-Sektion wurde ausgemistet, sodass Sie ältere Meldungen nicht mehr auffinden werden.
  • Der RSS-Feed für die News wird nicht weiter angeboten.
  • Die Struktur der Links der Webseite hat sich verändert. Deswegen kann es vorkommen, dass ältere Verlinkungen auf unsere Webseite nicht mehr funktionieren. Sollten Sie auf unserer Webseite selbst nicht funktionierende Links entdecken, danken wir Ihnen für einen kurzen Hinweis.

Praxisbetrieb unter Pandemiebedingungen - Eine Erinnerung

Liebe Patient*innen und Interessent*innen,

Alle Jahre wieder müssen wir uns mit Problemlagen auseinandersetzen, die eigentlich längst keine mehr sein sollten. Anlässlich der sogenannten vierten Welle der Covid19-Pandemie, möchten wir hier an Altbekanntes leicht aktualisiert erinnern:

Die von Covid19 ausgehenden Gefahren sind insgesamt unumstritten und wissenschaftlich gesicherte Tatsachen. Ein ignorierender oder bagatellisierender Umgang mit Erreger und Krankheit stellt sowohl eine Eigen- als auch eine Fremdgefährdung dar. Aus Verantwortung für uns und unsere Patient*innen sind also gewisse Verhaltensregeln im Rahmen unseres Praxisbetriebes einzuhalten.

  • Wir führen mehrfach wöchentlich (aktuell sogar vorschriftsgemäß täglich) Selbsttests durch. Wir haben uns selbstverständlich den Vorgaben der StIKo gemäß impfen lassen und werden den Empfehlungen auch weiterhin folgen.
  • Wie seit Beginn der Pandemie bitten wir Sie, beim Betreten der Praxis ihre Hände zu waschen oder desinfizieren. Vermeiden Sie während Ihres Aufenthalts so gut wie möglich die Berührung ihres Gesichtsbereichs.
  • Beim Bewegen im gesamten Praxisbereich - das schließt auch Eingänge und Treppenhäuser mit ein - ist zwingend ein tagesfrischer Mund-Nasenschutz zu tragen. Ob während der Gespräche ein MNS zu tragen ist, oder im Sitzen neben dem Luftreiniger abgenommen werden kann, klären wir zu Beginn des Gespräches mit Ihnen.
  • Liegt bei Ihnen kein ausreichender Impfschutz vor, dürfen wir Ihnen die Behandlung deswegen nicht verweigern. Wir können aber zu unserer Sicherheit und der unserer anderen Patient*innen auf eine Behandlung via Videokonferenz bestehen oder Gesprächstermine für nicht vollständig Geimpfte nur zu bestimmten Zeiten anbieten. Bei Menschen, die aufgrund bestimmter Grunderkrankungen keinen hinreichenden Impfschutz erhalten können, finden wir gemeinsam die jeweils bestmögliche Lösung. Bitte haben Sie keine Scheu, uns bei diesbezüglichen Fragen und Unsicherheiten anzusprechen.
  • Einige von Ihnen praktizieren es bereits vorbildlich: Auch unabhängig von Covid19 sollten wir Krankheitssymptome ernst nehmen und andere Menschen schützen, für die unter Umständen auch einfache Erkältungsviren, die Grippe oder andere Infektionskrankheiten gefährlich werden können. Melden Sie sich auch bei milden Symptomen gern bei uns, um zu klären, ob eine vereinbarte Sitzung besser online durchgeführt oder verschoben werden kann. Wir danken Ihnen stellvertretend für diese Rücksichtnahme!

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Praxisteam

Urlaub Dezember 2021

Liebe Patient*innen und Interessent*innen,

Herr Stein befindet sich vom 01. bis zum 14. Dezember im Urlaub. Ihre Anfragen können somit frühestens ab dem 15. Dezember wieder von ihm beantwortet werden.

In dringenden Notfällen, wenden Sie sich bitte an die jeweiligen in Ihrem Wohnbereich zuständigen Krisendienste. In den zuständigen psychiatrischen Kliniken (z.B. LWL-Klinik Münster, LWL-Klinik Lengerich) gibt es rund um die Uhr diensthabende Ärzt*innen, die im Falle einer Krise erreichbar sind. In vielen Bezirken gibt es zudem einen sozial-psychiatrischen Krisendienst. Sollten Sie die entsprechenden Nummern nicht wissen oder trotz allem niemanden erreichen, rufen Sie in Notsituationen auf jeden Fall den Notruf unter der 112 an. Dies gilt auch, wenn Sie in Ihrem Wohnbereich keinen Notdienst haben sollten oder Ihnen die Zeit fehlt, die Telefonnummer herauszufinden.

Mit herzlichen Grüßen,

Manuel Stein

Praxisbetrieb unter Pandemiebedingungen 2021

Liebe Patient*innen und Interessent*innen,

Wie Sie alle zur Kenntnis genommen haben werden, gelten vom heutigen Tag an in ganz Deutschland verschärfte Alltags- und Kontaktbeschränkungen. Sie sollen helfen, den Verlauf der Covid19-Pandemie wieder besser unter Kontrolle zu bekommen und insbesondere Risikopatient*innen, zu denen ca. 1/3 der Gesamtbevölkerung zählt, vor einer lebensbedrohlichen Infektion zu schützen. Doch selbst das Einhalten der so verkündeten Beschränkungen und Empfehlungen der Länder und des Bundes werden dazu voraussichtlich nicht ausreichen. Wir sollten also alle bedenken, dass ein Ausreizen der behördlich belassenen Spielräume weiterhin zur Gefährdung unserer Mitmenschen und einer unnötigen Verlängerung der uns seit Monaten begleitenden Einschränkungen beiträgt. Ein gutes gegenseitiges Weihnachtsgeschenk könnte 2020 also darin bestehen, physische persönliche Kontakte unbedingt zu vermeiden, und in den wenigen unvermeidbaren Situationen stets die längst gewohnte und regelmäßig gereinigte/ausgewechselte Maske zu tragen sowie größtmöglichen Abstand zu halten.

Unser Praxisbetrieb wird im Rahmen der medizinischen Grundversorgung der Bevölkerung grundsätzlich fortgesetzt. Wir bitten Sie, über die bekannten Hygienemaßnahmen hinaus - auch mit Blick auf 2021 - zu prüfen, ob Sie sich vorläufig eine Online-Durchführung Ihrer Gespräche vorstellen können. Nicht für alle Patient*innen kommt ein Verzicht auf einen persönlichen Besuch in Frage. Aber zum Schutz aller Patient*innen sowie zum Erhalt unserer Arbeitsfähigkeit wäre eine Minimierung der persönlichen Besuche bis auf Weiteres zuträglich. Wenn Sie sich bei der Entscheidung unsicher sind, sprechen Sie uns gerne einfach an. Gleiches gilt für Fragen zu den technischen Voraussetzungen einer Online-Sprechstunde.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allen gesunde, ruhige Feiertage und freuen uns auf ein Wiedersehen mit Ihnen im neuen Jahr.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Praxisteam